Schamanisches Hellsehen

Eine allgemein anerkannte Definition von Schamanismus existiert nicht. Man versteht darunter üblicherweise ein religiös-magischesPhänomen, das europäische Reisende seit Ende des 17. Jahrhunderts bei verschiedenen indigenen Völkern Sibiriens und Innerasiens beobachteten und beschrieben. Im 20. Jahrhundert wurde der Begriff von diesem kulturellen Raum abstrahiert und auf ähnliche Erscheinungen weltweit übertragen. Ausgehend von der Annahme, dass es sich um eine archaische Form der Religion handele, hat man Hinweise auf Frühformen des Schamanismus auch schon in prähistorischen Funden, insbesondere in steinzeitlichen Höhlenmalereien in Frankreich, erkennen zu können geglaubt, streitet aber häufig, ob es sich dabei nun um Schamanismus oder um Magie handelt. Allerdings gibt es einen relativ einfachen und grundlegenden Unterschied zwischen magischen und schmananischen Praktiken: Der Schamane begibt sich in die jenseitigen Welten (durch Trance oder Ekstase) und bittet die dortigen Wesenheiten, also Götter wie den Herrn der Tiere oder den Hochgott, Geister, Ahnen usw., um Hilfe. Der Magier hingegen beschwört diese oder doch wesentliche metaphysische Kompetenzen von ihnen zu sich, ist also bereits Repräsentant einer Welt, in der der Mensch gewohnt war, seine Umgebung direkt zu beeinflussen, tritt somit frühestens seit dem Neolithikum auf. Tatsächlich kommen schamanische und magische Praktiken daher häufig als Mischformen vor, was die Schwierigkeiten bei ihrer Einordnung erklärt. 

 

Zentrale Figur des Schamanismus ist der Schamane, der eine Mittlerrolle zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt einnimmt und besondere Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft einsetzt. Als wesentliche Elemente der schamanischen Praxis gelten die Interaktion mit Geistwesen,Trance bzw. Ekstase (veränderte Bewusstseinszustände) und das Motiv der Seelenreise.

Schamanismus  

Spuren - Magazin für neues Bewußtsein, Frühling 2002
Ein Lichtblick (...) ist der Band "Schamanismus" von Carlo Zumstein, der selber als Schamane wirkt und sein Wissen auf bescheidene und kompetente Art weitergibt. Auf seinen Traumreisen befindet sich der Schamane ausserhalb der Zeit. Das färbte ab, denn bei der Lektüre vergass ich, an "meiner" Haltestelle auszusteigen. Dafür lernte ich, wie schamanisches Wissen in unserer Gegenwart heilsam werden kann. 

Kurzbeschreibung
Am Ende des 20. Jahrhunderts meinten die Experten, die Religion des kommenden Jahrhunderts würde der 'Buddhismus' sein - oder sogar der 'Schamanismus'. Aber: Ist denn der Schamanismus überhaupt eine Religion? Was ist überhaupt alles Schamanismus, und wo findet er statt? Ist es nicht nur das esoterische Heilwissen eines Volkes in Sibirien? Und: Gibt es auch Schamanen im Westen, unter uns? Oder sind das nur Psychotherapeuten, die schamanistische Techniken einsetzen? 'Diederichs kompakt' gibt die Antworten. 

 

 

Was ist Schamanisches Hellsehen ?

Unter Schamanismus bzw. Schamanischem Hellsehen versteht man spirituelle magische Kulte bzw. Menschen, die sich auf diesem Gebiet betätigen. Schamanismus wurde/wird bei vielen Völkern beobachtet. So ist diese Kultur in Sibirien, bei den Indianern/Indios, bei den Stämmen in der Steinzeit etc. beobachtet und beschrieben worden. Das Wort " Schamane" stammt aus der manju-tugusischen Sprache.

Glaube & Rituale Schamanismus: Reisen der Seele, Magische Kräfte, Ekstase und Heilung 


Elemente des Schamanismus sind: Trance / Ekstase (wird oft durch rhythmisches Trommeln, Tanz, psychedelische Drogen, Fasten herbeigeführt) Seelenreise und die Interaktion mit Geistwesen. Der Schamane ist die zentrale Figur bzw. Medium des Schamanismus. Der Schamane zeigt sich dann als Heiler, Exorzist, Psychopompos (Titel des griechischen Botengottes Hermes - Merkur, Seelenbegleiter), Hellseher und Zeremonienmeister. Der Schamane ist also kein Vertreter einer eigenen Religion, sondern Vermittler zwischen der menschlichen Gemeinschaft und der Geisterwelt.

Die Anderswelt-Reise. Praxisbuch Schamanische Reise.  Geradlinig und einfach erklärt der Autor die Praxis des Andersweltreisens, die richtige Reisemusik, die unterstützenden Reisehaltungen sowie andere Hilfsmittel (z.B. Runen). Er eröffnet so dem Leser die Möglichkeit, selbst in die Anderswelt zu reisen, um dort z.B. seinem Krafttier zu begegnen. Am Ende berichtet er darüber, wie sich die in der Anderswelt gemachten Erfahrungen in das normale Leben der diesseitigen Welt integrieren lassen. 


Die Praktiken des Schamanismus findet man ähnlich bei anderen Kulturen: so z.B. bei afrikanischen Religionen (Voodoo), den keltischen Druiden, süd- und mittelamerikanische Indiokulturen, Vorbuddhismus, bei den Propheten im Alten Testament, den Persern, den Sufis (islamische Mystiker), Delphi Orakel, Saturnalien im antiken Griechenland, Sowjetunion, obwohl stark unterdrückt, im heutigen Westen der Neoschamanismus (Carlos Castaneda, Harner, Felicitas Goodman).(http://www.esoterik-okkultismus.de/lexikon/schamanismus.html)